Start des dritten Durchgangs

Mehr Sprachen – mehr WIR-Logo, ein Mikrofon und der Schriftzug "Zwei Sprachen – eine Bühne!"

© DKJS

„Sprache ist ein Stück Freiheit.“ Mehr Sprachen – mehr WIR startet in den dritten Durchgang

Mehr Sprachen – mehr WIR geht in den dritten Durchgang: Ab sofort sind Jugendliche ab der 7. Klasse wieder eingeladen, ihre zweisprachigen Redebeiträge einzureichen. Seit 2024 wird der Wettbewerb von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) ausgerichtet und von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, zugleich Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus gefördert. In den ersten beiden Wettbewerbsrunden wurden rund 440 Reden auf Deutsch und 50 weiteren Sprachen und Varietäten eingereicht.

Vielfalt hörbar machen

Mehr Sprachen – mehr WIR gibt Jugendlichen die Möglichkeit, in einer zweisprachigen Rede Position zu beziehen und dabei ihre Mehrsprachigkeit bewusst einzusetzen. Teilnehmen können Schüler:innen aller Schulformen aus ganz Deutschland. Bis zum 1. Dezember 2026 können Lehrkräfte Schüler:innen zum Wettbewerb anmelden und deren Reden im Videoformat einreichen. Im Anschluss bewertet eine Jury die Einreichungen anhand fester Kriterien. Das Finale des Wettbewerbs, bei dem alle Teilnehmenden der Endrunde ihre Reden live vortragen, findet am 5. Juni 2027 in Berlin statt.
Die Teilnehmenden verfassen Reden auf Deutsch und einer weiteren Sprache ihrer Wahl und setzen sich dabei mit gesellschaftlichen und persönlichen Fragen auseinander. So entstehen Beiträge, die Einblicke in unterschiedliche Lebenswelten ermöglichen und zeigen, wie vielfältig junge Stimmen in Deutschland sind.

Mehrsprachigkeit als Gewinn für unsere Gesellschaft

Etwa jedes fünfte Kind in Deutschland spricht Deutsch und eine weitere Sprache in seiner Familie. Immer mehr Schüler:innen wachsen mehrsprachig auf. Während Mehrsprachigkeit zur Normalität vieler Menschen gehört, ist unser Bildungssystem weitgehend nicht darauf eingestellt.
Noch immer wird Mehrsprachigkeit häufig defizitorientiert betrachtet. Dabei steigert das Einbeziehen von Familiensprachen im Unterricht die Lese- und Schreibfähigkeiten aller Schüler:innen und erhöht ihr Engagement. Jede Sprache eröffnet eigene Perspektiven auf die Welt und prägt die Art, wie Menschen denken, fühlen und kommunizieren.

Staatsministerin Natalie Pawlik, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, zugleich Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus

© Bundesregierung / Kugler

„Mehrsprachigkeit ist eine Stärke. Sie gibt jungen Menschen die Möglichkeit, ihre Erfahrungen und Gedanken in unterschiedlichen Sprachen auszudrücken und anderen ihre Sicht auf die Welt näherzubringen. Gerade in einer Zeit, in der sich vieles verändert und in Bewegung ist, ist es wichtig, einander zuzuhören und miteinander im Gespräch zu bleiben. Der Wettbewerb Mehr Sprachen – mehr WIR zeigt, wie viel Kraft in Sprache steckt, wie sie berühren und verbinden kann. Ich freue mich sehr auf die dritte Runde.“
Staatsministerin Natalie Pawlik, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, zugleich Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus.
Portrait von Anne Rolvering Geschäftsführerin der DKJS

© Stefanie Loos

„Mehr Sprachen – mehr WIR möchte wissen, was Jugendliche zu sagen haben – und zwar auf all ihren Sprachen. Denn unser Schulsystem ist auf Einsprachigkeit eingestellt, dabei ist Mehrsprachigkeit in so gut wie jeder Klasse Normalität. Das wollen wir sicht- und hörbar machen und für einen guten Umgang damit werben.“
Anne Rolvering, Geschäftsleitung der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung.

Mehr Sprachen – mehr WIR: Wettbewerb und Lernort zugleich

Neben der Chance auf eine Auszeichnung bietet die Teilnahme den Schüler:innen die Möglichkeit, ihre rhetorischen Fähigkeiten weiterzuentwickeln, ihre Mehrsprachigkeit bewusst einzusetzen und Selbstvertrauen für öffentliche Auftritte zu gewinnen. Begleitend zum Wettbewerb erhalten Schüler:innen Unterstützung durch Online-Begleitangebote, wie etwa digitale Rhetoriktrainings mit Poetry-Slammerin Ayşe Irem oder einem digitalen Expertinnen-Input und Q&A mit Journalistin Gilda Sahebi.
Auch Lehrkräfte erhalten Materialien und Informationen, um Jugendliche bei der Vorbereitung ihrer Reden zu begleiten. Alle Teilnehmenden erhalten ein Zertifikat. Die besten Redner:innen qualifizieren sich für das Finale und haben die Chance auf attraktive Preise.

Schüler:innen aufgepasst!

Du überlegst am Wettbewerb teilzunehmen und fragst dich, wie du selbstbewusst vor der Kamera sprichst und deine Botschaft überzeugend rüberbringst? Dann besuch unsere Veranstaltung mit Gilda Sahebi am 10.11. und erhalte Tipps zur Erarbeitung deines Wettbewerbsbeitrags.

So geht es weiter

Einblicke rund um das Wettbewerbsgeschehen teilen wir hier und auf unserem Instagram-Kanal. 

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