„Mehr Sprachen – mehr WIR:
Mehrsprachigkeit an der Schule fördern“
Mit unserer Veranstaltungsreihe „Mehr Sprachen – mehr WIR: Mehrsprachigkeit an der Schule fördern“ möchten wir Ihnen Impulse für die Praxis geben. In drei Veranstaltungen zum bewussten Einsatz von Mehrsprachigkeit im Klassenzimmer, zur Vorstellung von Methoden und zur Förderung von schriftsprachlichen Kompetenzen erhalten Sie Inputs, neue Perspektiven und können Fragen stellen. Sie finden in Kooperation mit dem Deutschen Schulportal der Robert Bosch Stiftung statt.

© Hafize Anıl Konar & Christina Knauer
Sprache entscheidet, wer Zugang zu schulischen Angeboten hat und darüber, wie sich Schülerinnen und Schüler angesprochen fühlen. Doch wie können wir Sprache so nutzen, dass sie Teilhabe ermöglicht, statt Barrieren zu schaffen? In diesem Online-Impuls laden Alina Baur und Anıl Konar von der SchlaU-Werkstatt für Migrationspädagogik die Teilnehmenden ein, eigene Sprachgewohnheiten und die Haltung zu Sprache(n) zu reflektieren und festgefahrene Denkmuster zu hinterfragen. Die Referentinnen sprechen darüber, wie Lehrkräfte eine sprachensensible und diskriminierungskritische Haltung entwickeln und ihre Schülerinnen und Schüler stärken können. In der Veranstaltung wollen wir gemeinsam reflektieren, hinterfragen, gestalten und uns mit konkreten Methoden auseinandersetzen, mit denen Lehrkräfte Mehrsprachigkeit in der Schule sichtbar machen können.
Hafize Anıl Konar ist Bildungsreferentin bei der SchlaU-Werkstatt für Migrationspädagogik gGmbH und widmet sich im Projekt FEMPower der Weiterentwicklung struktureller Rahmenbedingungen für geflüchtete Mädchen und Frauen in der Berufsausbildung. Ihre Arbeitsschwerpunkte umfassen die Konzeption und Durchführung diskriminierungskritischer und diversitätsbewusster Trainings für Berufsbildende Schulen und Ausbildungsbetriebe sowie die Erstellung eines Trainingshandbuchs. Ziel ihrer Arbeit ist es, diese Orte für Themen wie Sprache und Mehrsprachigkeit, Rassismus sowie Diskrimierungserfahrungen geflüchteter Frauen zu sensibilisieren. Durch ihre Tätigkeit macht sie intersektionale Verwobenheiten sichtbar und gestaltet chancengerechtere Bildungsorte. Als Frau mit Migrationsbiografie und lebensweltlicher Mehrsprachigkeit bringt sie eigene Perspektiven ein, die ihre Arbeit prägen. Als ausgebildete DaZ-Lehrkraft und Social Justice und Diversity Trainerin verfügt sie über umfangreiche berufliche Erfahrung in der Schulentwicklungsberatung sowie der Konzeption von Fortbildungen. Ihr Engagement gilt der Stärkung diskriminierter Stimmen.
Alina Baur ist Bildungsreferentin bei der SchlaU-Werkstatt für Migrationspädagogik gGmbH und arbeitet im Projekt Tragweite in Hamburg zu den Schwerpunkten Mehrsprachigkeit und diskriminierungskritisches Handeln. Sie entwickelt Workshops, Materialien und Veranstaltungen und setzt sich dabei mit der Frage auseinander, wie Bildungsprozesse machtkritisch und zugänglich gestaltet werden können.
Ihr fachlicher Hintergrund in der Sonderpädagogik und ihr Schwerpunkt auf Mehrsprachigkeit und Bildung prägen ihre Arbeit. Ihr Anliegen ist es, pädagogische Praxis so zu reflektieren und weiterzuentwickeln, dass unterschiedliche Wissens- und Lebenswelten als Ausgangspunkt für gemeinsames Lernen, gesellschaftliche Teilhabe und ein vielfältiges Miteinander verstanden werden.

© Annette Etges
Mehrsprachigkeit gehört für viele Schülerinnen und Schüler zum Alltag. Doch was bedeutet Mehrsprachigkeit eigentlich genau, welche Formen gibt es und wie kann sie im Unterricht gezielt gefördert werden? In dieser Veranstaltung verbindet Till Woerfel von der Pädagogischen Hochschule Zürich aktuelle Erkenntnisse aus Forschung und Praxis. Sie erhalten konkrete Impulse und erprobte Methoden, um die Mehrsprachigkeit Ihrer Schülerinnen und Schüler im Unterricht an weiterführenden Schulen gezielt zu fördern, ihre sprachlichen Ressourcen sichtbar zu machen und diese gewinnbringend in den Unterricht einzubinden.
Till Woerfel ist Professor für Fachdidaktik Deutsch als Zweitsprache am Zentrum Fachdidaktiken und Mehrsprachigkeit an der Pädagogischen Hochschule Zürich. Er forscht u.a. zu sprachlicher Bildung, Mehrsprachigkeit und Digitalität im Kontext von Unterricht und Lehrkräftebildung. 2016 wurde er zum Einfluss von Sprachdominanz und sprachspezifischen Mustern bei bilingualen Kindern an der Ludwig-Maximilians-Universität München promoviert.

© CHANCEN-Verbund
In dieser Veranstaltung widmen wir uns der zentralen Frage, wie Lehrkräfte die schriftsprachlichen Kompetenzen ihrer mehrsprachigen Schülerinnen und Schüler an der weiterführenden Schule gezielt und nachhaltig fördern können. Dr. Simone Jambor-Fahlen vom Mercator-Institut für Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung gibt in einem digitalen Impuls mit Vortragscharakter Antworten auf praxisrelevante Leitfragen für den Schulalltag:
Neben der fundierten theoretischen Einordnung steht vor allem die Praxis im Fokus: Es werden Ihnen konkrete Methoden und direkt einsetzbare Materialien für Ihren eigenen Unterricht vorgestellt. Im Anschluss an den Vortrag gibt es ausreichend Raum für einen gemeinsamen Erfahrungsaustausch und Ihre individuellen Fragen.
Dr. Simone Jambor-Fahlen ist Akademische Oberrätin an der Universität zu Köln. Am Mercator-Institut für Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung koordiniert sie Bildungsprojekte zur Sprachförderung und übernimmt leitende Aufgaben, unter anderem im Kompetenzzentrum Sprachbildung im CHANCEN-Verbund. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Alphabetisierung und Grundbildung, im Schriftspracherwerb sowie in der Lese- und Schreibförderung in heterogenen Lerngruppen.

© Hannes Leitlein
Du überlegst am Wettbewerb Mehr Sprachen – mehr WIR teilzunehmen? Du fragst dich, wie du selbstbewusst vor der Kamera sprichst und deine Botschaft überzeugend rüberbringst?
Dann sei dabei bei der digitalen Veranstaltung für Wettbewerbsinteressierte und freu dich auf Gilda Sahebi! Die Journalistin beschäftigt sich mit Themen wie Rassismus, Frauenrechten und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Mit ihren Auftritten im Fernsehen, in Podcasts und in den sozialen Medien erreicht sie viele Menschen und erklärt aktuelle gesellschaftliche Themen verständlich. Sie wurde mehrfach für ihre journalistische Arbeit ausgezeichnet und setzt sich für Demokratie, Vielfalt und Menschenrechte ein.
Gemeinsam sprechen wir darüber:
Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, deine Fragen zu stellen.
Schüler:innen ab Klasse 7, die sich für die Teilnahme am Redewettbewerb Mehr Sprachen – mehr WIR interessieren.
Die Teilnahme ist kostenlos und keine Voraussetzung für die Wettbewerbsteilnahme.
Hier gibt es spannende Einblicke in unsere vergangene Veranstaltungsreihe sowie Materialien zum Nachlesen.
In unseren FAQs gibt es schnelle Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um den Wettbewerb.