Mehr Sprachen – mehr WIR in NRW

Drei Teilnehmer:innen von Mehr Sprachen - mehr WIR auf der Bühne.

© DKJS/Dariusz Misztal

Vier Teilnehmer:innen mit starken zweisprachigen Reden auf der Bühne

Unter dem Motto "Ressource Mehrsprachigkeit – Junge Stimmen auf der Bühne" präsentierten am 21. Mai 2026 zum Welttag der kulturellen Vielfalt vier Schüler:innen aus dem Wettbewerb Mehr Sprachen – mehr WIR ihre zweisprachigen Reden live im Unperfekthaus in Essen. Der anschließende Austausch rund um das Thema Mehrsprachigkeitsförderung wurde erweitert durch Impulse aus Wissenschaft und Bildungsverwaltung.

Bewegende Reden und Impulse

Die Jugendlichen aus Bochum, Leverkusen und Lünen präsentierten ihre Reden auf Deutsch sowie auf Mandarin, Tchamba, Kurdisch oder Englisch. In ihren Beiträgen ging es um das Thema Gerechtigkeit: um Chancen, Vorurteile und den Wunsch nach einer gerechten Gesellschaft. Mit dabei war auch Gewinnerin Leann, die sich in ihrer Rede mit Fragen von Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit beschäftigt. Für sie beginnt Gerechtigkeit dort, wo Menschen ihre eigenen Privilegien erkennen und bereit sind, andere zu unterstützen – ein Anliegen, das sie bewusst in zwei Sprachen ausdrückt.  

„Jeder Mensch – egal woher er kommt, wie er aussieht oder welche Talente er hat – verdient die gleichen Chancen und die gleiche Behandlung.“ – Leann 

Ergänzt wurden die Redebeiträge durch aktuelle Impulse aus Wissenschaft und Bildungsverwaltung zu Mehrsprachigkeit als Ressource von Prof. Dr. Judith Purkarthofer (Universität Duisburg-Essen) und von Mostapha Boukllouâ (Referatsleiter Integration durch Bildung beim Ministerium für Schule und Bildung NRW). 

Zwei Teilnehmer:innen von Mehr Sprachen - mehr WIR sprechen in ein Mikrofon.

© DKJS/Dariusz Misztal

Besonders starke Beteiligung aus NRW

Der Wettbewerb, initiiert von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) und gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, zugleich Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus, gibt Jugendlichen die Chance, ihre Sprachkompetenz zu zeigen und stärkt ihre Stimmen in der Öffentlichkeit. Aus NRW kommen besonders viele Wettbewerbsteilnehmende. Hier spricht nahezu die Hälfte der Schüler:innen mindestens eine weitere Sprache. Diese Familiensprachen sind somit Teil des schulischen Alltags.

Warum Mehrsprachigkeit gefördert werden muss

In Deutschland sprechen etwa 17 Prozent der Kinder und Jugendlichen Deutsch und mindestens eine weitere Sprache zuhause. Nimmt man diejenigen hinzu, die dort kein Deutsch, jedoch mehrere andere Sprachen nutzen, steigt der Anteil auf nahezu ein Viertel. Die Sprachenvielfalt, die auch in den meisten Klassenräumen Realität ist, ist ein wertvoller Schatz. Gerade für junge Menschen ist die Wertschätzung ihrer Mehrsprachigkeit von großer Bedeutung und trägt zu ihrem schulischen Erfolg bei.   

„Schule muss ein Ort sein, an dem jede Sprache wertgeschätzt und das Sprechen mehrerer Sprachen gefördert wird – unabhängig davon, welche Sprachen Kinder und Jugendliche mitbringen. Mit dem Wettbewerb und seinen dazugehörigen Angeboten für Lehrkräfte gehen wir genau das an“, sagt Anne Rolvering, Geschäftsführerin der DKJS. 

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Hier geht es zur Rede von Leann!

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