Hoffest 2026

Rednerin auf der Bühne

© © DKJS/Senem Kaya, Sophie Marschner

Wer die Zukunft gestalten will, muss jungen Menschen zuhören

Am 10. September lud die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung in den Kreuzberger Innenhof der Berliner Geschäftsstelle zu „Hofgesprächen“ unter dem Motto „Junge Stimmen, starke Demokratie“ ein. Jugendliche und Akteur:innen aus Bildungspraxis, Politik und Zivilgesellschaft kamen zusammen, um darüber zu sprechen, wie Beteiligung gelingen kann und was es braucht, damit junge Menschen echte Mitbestimmung erfahren.

Auf drei Bühnen unter den Überschriften „HIER“, „JETZT“ und „ZUKUNFT“ teilten Jugendliche und Personen aus der Bildungspraxis in Kurzimpulsen ihre Erfahrungen und Perspektiven. Deutlich wurde: Junge Menschen sind nicht die Demokratie von morgen. Sie sind Teil der Demokratie von heute.

Auch in diesem Jahr war Mehr Sprachen – mehr WIR wieder mit dabei!

 

„Zu jung, um mitzureden, aber alt genug, um damit zu leben“

 

Eindrucksvoll brachte dies Mohadesa, eine der Gewinner:innen des vergangenen Durchgangs, auf den Punkt. In ihrer Rede auf Englisch und Deutsch sagte sie: „Junge Menschen sind nicht die Zukunft, sondern die Gegenwart. Eine Gegenwart, die sich engagiert, diskutiert und widerspricht und die mit den Entscheidungen, die heute getroffen werden, leben muss.“

Die Beiträge des Abends machten deutlich, dass Beteiligung keine Selbstverständlichkeit ist. Noch immer hängt sie stark davon ab, wo junge Menschen aufwachsen, welche Möglichkeiten ihnen zur Verfügung stehen und ob Erwachsene bereit sind, Verantwortung und Entscheidungsmacht zu teilen. Beteiligung ist damit auch eine Frage von Chancen und Gerechtigkeit.

 

„Unsere Stimmen sind laut. Und wir werden weiter laut sein“

 

Trotz aller Herausforderungen waren die Gespräche von Optimismus geprägt. Neben Sorgen und Frustration stand vor allem der Wille, sich einzumischen und Verantwortung zu übernehmen.

Auch abseits der Bühnen zeigte sich, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Jugendlichen und Entscheidungsträger:innen ist. Bei Essen, Getränken und angeregten Gesprächen entstanden neue Perspektiven, gegenseitiges Verständnis und gemeinsame Ideen für eine demokratische Gesellschaft, die alle Generationen einbezieht.

Unser Fazit des Abends: Demokratie lebt nicht allein von Wahlen. Sie lebt davon, dass Menschen erfahren, dass ihre Stimme zählt. Junge Menschen wollen heute mitgestalten, in der Schule, an ihrem Wohnort, in der Gesellschaft und in der Politik. Ihre Perspektiven sind kein Zusatz, sondern eine Voraussetzung für zukunftsfähige Entscheidungen. Wer die Zukunft gestalten will, muss jungen Menschen zuhören und bereit sein, Macht und Verantwortung zu teilen. Denn Demokratie braucht junge Stimmen.

 

Danke, dass du deine Stimme mit eingebracht hast, Mohadesa!

Weitere Einblicke auf Instagram

Auf unserem Instagram-Kanal haben wir u. a. ein Reel zu Mohadesas Auftritt veröffentlicht. 

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